Vom Funktionieren ins Fühlen – wie Sie nach der Weihnachtszeit wieder bei sich ankommen
- lueck-coaching
- vor 4 Tagen
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Nach außen ist alles wieder „normal“.
Der Alltag läuft, Termine stehen an, Verpflichtungen greifen. Und doch spüren viele Frauen nach den Feiertagen etwas, das sich schwer benennen lässt: eine innere Leere, eine emotionale Müdigkeit oder das Gefühl, sich selbst ein Stück verloren zu haben.
Gerade nach der Weihnachtszeit, wenn der Trubel vorbei ist, zeigt sich oft erst, wie viel Sie getragen, organisiert, ausgehalten und emotional gehalten haben. Dieses Gefühl ist kein Zeichen von Undankbarkeit oder Schwäche – sondern ein Hinweis darauf, dass Sie lange im Funktionsmodus waren.
Warum die Leere oft erst nach den Feiertagen spürbar wird
Während intensiver Phasen schaltet unser Inneres häufig auf „Durchhalten“.
Viele Frauen funktionieren dann zuverlässig – für die Familie, im Beruf, im sozialen Umfeld. Bedürfnisse werden zurückgestellt, Gefühle gedämpft, Erschöpfung ignoriert. Das Nervensystem bleibt im Aktivierungsmodus.
Wenn diese Phase endet, fällt die Anspannung weg. Und genau dann meldet sich, was vorher keinen Raum hatte: Müdigkeit, Reizbarkeit, Traurigkeit oder ein diffuses Gefühl von innerer Entfernung zu sich selbst.
Besonders Frauen mit hohem Mental Load – Mütter, Alleinerziehende, berufstätige Frauen – erleben diesen Moment sehr intensiv. In Ludwigshafen und der Rhein-Neckar-Region höre ich im Coaching oft Sätze wie:
„Eigentlich müsste ich froh sein, aber ich fühle mich leer.“
Funktionieren schützt – aber trennt
Der Funktionsmodus ist keine Fehlleistung. Er ist eine Schutzstrategie.
Er hilft, Anforderungen zu bewältigen und Verantwortung zu tragen. Problematisch wird er dann, wenn er zum Dauerzustand wird.
Typische Anzeichen dafür sind:
Gefühle werden kaum noch wahrgenommen oder wirken „abgeschaltet“
Entscheidungen fallen schwer
Freude fühlt sich gedämpft an
der Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen fehlt
Vom Funktionieren ins Fühlen zu kommen heißt nicht, alles auf einmal zu spüren. Es heißt, sich langsam wieder zuzuwenden.
Wieder bei sich ankommen – Schritt für Schritt
Nach einer intensiven Zeit braucht das emotionale System Orientierung und Sicherheit. Ein abruptes „Jetzt muss ich mich wieder fühlen“ überfordert oft. Sanftheit ist auch hier entscheidend.
Hilfreiche erste Schritte können sein:
Benennen statt bewerten: Fragen Sie sich: Was ist gerade da? – ohne es ändern zu wollen.
Kleine Pausen der Wahrnehmung: Ein paar bewusste Atemzüge, ein kurzer Spaziergang am Rhein, ein Moment der Stille.
Körperliche Signale ernst nehmen: Müdigkeit, Spannung oder Unruhe sind wichtige Hinweise, keine Störungen.
Emotionale Verbindung entsteht nicht durch Druck, sondern durch Erlaubnis.
Selbstfürsorge jenseits von „Ich mache etwas Schönes“
Viele Frauen verbinden Selbstfürsorge mit Aktivitäten: Sport, Treffen, Wellness. Doch nach emotional fordernden Phasen greifen diese Strategien oft nicht.
Warum? Weil echte Selbstfürsorge zuerst auf Beziehungsebene stattfindet – in der Beziehung zu sich selbst.
Das kann bedeuten:
Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren
Nein zu sagen, bevor es zu viel wird
Erwartungen an sich selbst zu hinterfragen
sich innerlich zuzuhören, statt sich anzutreiben
Gerade zu Jahresbeginn entsteht schnell der Wunsch, „es jetzt besser zu machen“. Doch oft braucht es zuerst Mitgefühl statt Motivation.
Wenn Orientierung fehlt, darf Unterstützung helfen
Viele Frauen spüren nach den Feiertagen eine diffuse Unzufriedenheit, können sie aber nicht konkret einordnen. Das erzeugt zusätzlichen inneren Druck.
Coaching kann hier ein wertvoller Raum sein – nicht um sofort Lösungen zu liefern, sondern um Gefühle zu sortieren, innere Zusammenhänge zu verstehen und wieder Boden unter den Füßen zu bekommen.
In einem geschützten Rahmen entsteht oft erstmals wieder Kontakt zu dem, was wirklich wichtig ist – jenseits von Rollen, Erwartungen und Funktionieren.
Gerade der Jahresanfang ist dafür eine sensible, aber auch sehr kraftvolle Zeit.
Fühlen ist kein Rückschritt – sondern ein Zeichen von Stabilität
Viele Frauen haben gelernt, stark zu sein, weiterzumachen, nicht „stehenzubleiben“. Doch emotionale Verbindung bedeutet nicht, die Kontrolle zu verlieren. Im Gegenteil: Wer fühlt, kann bewusster entscheiden, klarer handeln und langfristig gesünder mit sich umgehen.
Vom Funktionieren ins Fühlen zu kommen ist kein Bruch.
Es ist eine Rückkehr – zu sich selbst, zu innerer Klarheit und zu einem Leben, das sich stimmiger anfühlt.
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Herzliche Grüße
Melanie Lück






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