Wenn der Kopf nicht aufhört zu kreisen – mentale Überlastung erkennen und stoppen
- lueck-coaching
- vor 7 Tagen
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Vielleicht kennen Sie dieses Gefühl: Sie liegen abends im Bett, der Körper ist müde – doch der Kopf arbeitet weiter. Gedanken springen von einem Thema zum nächsten, To-do-Listen mischen sich mit Sorgen, Erinnerungen mit Planungen. Abschalten scheint unmöglich. Am nächsten Morgen fühlen Sie sich entsprechend erschöpft, obwohl Sie eigentlich geschlafen haben.
Mentale Überlastung ist ein weit verbreitetes Phänomen, besonders bei Frauen, die viele Rollen gleichzeitig tragen. Sie ist anstrengend, verunsichernd – und dennoch gut erklärbar.
Grübeln ist kein Zeichen von Schwäche
Viele Frauen bewerten ihr Gedankenkarussell als persönliches Versagen. Sie glauben, sie müssten nur „positiver denken“ oder sich besser organisieren. Tatsächlich ist Grübeln jedoch häufig ein Versuch des inneren Systems, Kontrolle zu behalten.
Wenn Anforderungen hoch sind und emotionale Belastungen wenig Raum haben, übernimmt der Kopf. Denken wird zum Ersatz für Fühlen. Das Nervensystem bleibt in Alarmbereitschaft – auch dann, wenn äußerlich keine akute Gefahr besteht.
Woran Sie mentale Überlastung erkennen können
Mentale Überlastung zeigt sich nicht immer spektakulär. Oft ist sie schleichend und wird lange übergangen. Typische Anzeichen sind:
ständig kreisende Gedanken
Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen
innere Unruhe, selbst in Ruhephasen
das Gefühl, nie „fertig“ zu sein
Schlafprobleme trotz Müdigkeit
Gerade Frauen, die Verantwortung tragen und viel mitdenken, erleben diesen Zustand häufig. Im Alltag vieler Frauen in Ludwigshafen und der Rhein-Neckar-Region kommt hinzu: wenig Pausen, hohe Taktung, ständige Erreichbarkeit.
Warum der Kopf nicht abschalten kann
Das Gehirn sucht nach Sicherheit. Wenn Unklarheit, Druck oder ungelöste innere Themen bestehen, versucht es, durch Denken Lösungen zu finden. Das Problem: Nicht alles lässt sich mental lösen.
Je mehr versucht wird, Gedanken zu kontrollieren oder zu stoppen, desto stärker werden sie oft. Das Gedankenkarussell ist kein Gegner – es ist ein Signal.
Mentale Überlastung entsteht selten über Nacht
In den meisten Fällen ist sie das Ergebnis von:
langanhaltendem Stress
fehlenden emotionalen Pausen
zu hohen inneren Ansprüchen
dem Gefühl, für vieles verantwortlich zu sein
Viele Frauen funktionieren lange sehr gut. Erst wenn die innere Belastung ein bestimmtes Maß überschreitet, meldet sich der Kopf – laut und unaufhörlich.
Warum „Ablenkung“ oft nicht reicht
Viele greifen bei mentaler Überlastung zu Ablenkung: Serien, Social Media, ständige Beschäftigung. Kurzfristig kann das entlasten. Langfristig jedoch bleibt das Nervensystem aktiv, da echte Verarbeitung ausbleibt.
Innere Ruhe entsteht nicht durch mehr Input, sondern durch Regulation.
Erste Schritte, um das Gedankenkarussell zu verlangsamen
Es geht nicht darum, den Kopf auszuschalten. Viel hilfreicher ist es, dem inneren System Sicherheit zu vermitteln. Kleine, alltagstaugliche Schritte können sein:
Gedanken benennen, statt ihnen zu folgen
bewusste Pausen ohne Informationszufuhr
langsames, tiefes Atmen
den Körper stärker wahrnehmen
Erwartungen an sich selbst reduzieren
Diese Schritte wirken oft unscheinbar, haben aber eine große Wirkung auf das Nervensystem.
Warum der Körper eine wichtige Rolle spielt
Mentale Überlastung ist kein reines Denkproblem. Sie ist eng mit körperlicher Anspannung verbunden. Solange der Körper im Alarmzustand bleibt, wird auch der Kopf aktiv sein.
Bewegung, Atem, bewusste Pausen und sanfte Selbstzuwendung helfen, das Nervensystem zu beruhigen – und damit auch den Gedankenstrom.
Wenn Gedanken Raum brauchen statt Lösungen
Manchmal wollen Gedanken nicht gelöst, sondern gehört werden. Unerkannte Gefühle, unausgesprochene Bedürfnisse oder ungelöste innere Konflikte suchen Ausdruck. Wird ihnen kein Raum gegeben, melden sie sich über das Denken.
Mentale Entlastung entsteht oft dann, wenn Gefühle wahrgenommen werden dürfen – ohne sofortige Bewertung oder Lösung.
Ihr Kopf versucht, Sie zu schützen
Ein nicht abschaltender Kopf ist kein Feind. Er ist ein Zeichen dafür, dass etwas zu viel geworden ist. Statt gegen ihn zu kämpfen, kann es hilfreich sein, zuzuhören und die dahinterliegenden Bedürfnisse ernst zu nehmen.
Innere Ruhe ist kein Zustand, den man erzwingen kann. Sie entsteht dort, wo Sicherheit, Entlastung und Selbstmitgefühl Raum bekommen.
Wenn Sie merken, dass mentale Überlastung und kreisende Gedanken Ihren Alltag bestimmen, müssen Sie diesen Weg nicht allein gehen. In einem geschützten Coaching-Rahmen können Sie lernen, Ihr Nervensystem zu entlasten und wieder mehr innere Ruhe zu finden.
Ein Kennenlerngespräch kann ein erster, klärender Schritt sein.
Herzliche Grüße
Melanie Lück




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