Selbstfürsorge, die wirklich hilft – und nicht noch mehr Stress macht
- lueck-coaching
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Selbstfürsorge ist in aller Munde. Gleichzeitig berichten viele Frauen, dass sie sich durch das Thema eher unter Druck gesetzt fühlen. Noch eine Aufgabe, noch ein Anspruch, noch etwas, das „richtig“ gemacht werden soll. Statt Entlastung entsteht das Gefühl, auch bei der Selbstfürsorge zu versagen.
Dabei liegt das Problem selten bei Ihnen. Häufig liegt es an einem Verständnis von Selbstfürsorge, das nicht zu Ihrem Alltag passt.
Wenn Selbstfürsorge zur To-do-Liste wird
Viele Selbstfürsorge-Tipps setzen Zeit, Energie und innere Ruhe voraus – genau das, was im Alltag oft fehlt. Yoga, Morgenroutinen, lange Auszeiten oder feste Rituale klingen gut, sind aber für viele Frauen schwer umsetzbar.
Berufstätige Frauen, Mütter und Alleinerziehende in Ludwigshafen und der Rhein-Neckar-Region erleben einen Alltag, der wenig Spielraum lässt. Termine, Verantwortung und emotionale Präsenz füllen den Tag. Wenn Selbstfürsorge dann zusätzlich Druck erzeugt, verfehlt sie ihren Zweck.
Warum klassische Selbstfürsorge oft nicht wirkt
Selbstfürsorge wird häufig als etwas verstanden, das man tut. Doch echte Fürsorge beginnt nicht im Außen, sondern im Inneren. Ist das Nervensystem überlastet, kann selbst eine Pause stressig wirken. Der Körper bleibt angespannt, der Kopf aktiv.
Viele Frauen berichten:
„Ich komme gar nicht richtig zur Ruhe.“
„Selbst in Pausen bin ich innerlich unruhig.“
„Ich weiß gar nicht mehr, was mir guttut.“
Diese Erfahrungen sind kein Zeichen fehlender Bereitschaft, sondern ein Hinweis darauf, dass innere Voraussetzungen fehlen.
Selbstfürsorge als innere Haltung
Nachhaltige Selbstfürsorge bedeutet nicht, immer wieder neue Methoden auszuprobieren. Sie bedeutet, die eigene innere Haltung zu verändern. Weg von Optimierung, hin zu Wahrnehmung.
Echte Selbstfürsorge fragt:
Wie geht es mir gerade wirklich?
Was brauche ich – nicht, was sollte ich tun?
Wo überschreite ich meine eigenen Grenzen?
Diese Fragen erfordern Ehrlichkeit, nicht Disziplin.
Warum weniger oft mehr ist
Viele Frauen setzen sich hohe Ansprüche – auch an sich selbst. Selbstfürsorge wird dann zu einem weiteren Leistungsfeld. Doch Entlastung entsteht selten durch „mehr“, sondern durch bewusste Reduktion.
Kleine, realistische Schritte können sein:
Pausen nicht zu rechtfertigen
Aufgaben nicht perfekt erledigen zu müssen
Bedürfnisse ernst zu nehmen, auch wenn sie unbequem sind
freundlich mit sich selbst zu sprechen
Diese scheinbar kleinen Veränderungen haben eine große Wirkung auf das Nervensystem.
Selbstfürsorge im echten Alltag
Selbstfürsorge muss in Ihren Alltag passen, nicht umgekehrt. Sie darf leise, unspektakulär und unauffällig sein. Oft zeigt sie sich in Entscheidungen:
ein Nein statt eines automatischen Ja
ein bewusst langsamer Moment
das Anerkennen eigener Grenzen
das Zulassen von Erschöpfung
Selbstfürsorge bedeutet nicht, immer Kraft zu haben. Sie bedeutet, sich ernst zu nehmen, wenn die Kraft fehlt.
Warum Schuldgefühle dazugehören können
Viele Frauen erleben Schuldgefühle, wenn sie sich um sich selbst kümmern. Diese Gefühle sind tief verankert und oft mit alten Rollenbildern verbunden. Sie bedeuten nicht, dass Selbstfürsorge egoistisch ist.
Schuldgefühle zeigen meist, dass Sie beginnen, alte Muster zu verändern. Sie dürfen da sein, ohne dass sie Ihr Handeln bestimmen müssen.
Selbstfürsorge und Nervensystem
Ein überlastetes Nervensystem braucht vor allem Sicherheit. Selbstfürsorge, die wirklich hilft, sendet genau diese Signale: Ich darf langsamer werden. Ich muss nicht ständig funktionieren. Ich bin mir selbst wichtig.
Diese Haltung wirkt regulierend – oft stärker als jede Technik.
Selbstfürsorge darf leicht sein
Selbstfürsorge ist keine weitere Aufgabe, die Sie erfüllen müssen. Sie ist eine innere Ausrichtung. Sie beginnt dort, wo Sie aufhören, sich selbst zu überfordern.
Wenn Selbstfürsorge entlastet, statt stresst, erfüllt sie ihren Sinn.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Selbstfürsorge für Sie bisher eher Druck als Unterstützung bedeutet, kann es hilfreich sein, gemeinsam neue Wege zu entwickeln. In einem geschützten Coaching-Rahmen darf Selbstfürsorge wieder leicht werden – angepasst an Ihr Leben, Ihre Bedürfnisse und Ihre Grenzen. Ein Kennenlerngespräch kann ein erster Schritt sein.
Herzliche Grüße
Melanie Lück




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