Wenn es zu laut wird – wie Sie Grenzen setzen, ohne schlechtes Gewissen
- lueck-coaching
- 21. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Es gibt Phasen, in denen das Leben laut wird. Nicht unbedingt äußerlich – sondern innerlich. Forderungen, Erwartungen, Bitten, Aufgaben. Vieles davon kommt gleichzeitig, manches davon überraschend, vieles davon ungefragt.
Gerade Frauen spüren dann, wie sehr sie sich selbst verlieren, wenn sie versuchen, allem gerecht zu werden.
Hier in Ludwigshafen und im Rhein-Neckar-Gebiet erzählen mir viele Frauen im Coaching, dass sie sich im Alltag oft überfordert fühlen, aber gleichzeitig kaum Nein sagen können. Sie möchten niemanden enttäuschen, möchten funktionieren, möchten „es gut machen“. Doch dieser Anspruch führt genau in jene Lautstärke, die irgendwann zu viel wird.
Grenzen zu setzen ist kein Egoismus. Grenzen sind Orientierung. Sie sind Selbstfürsorge. Und sie sind ein liebevoller Schutz für die eigene innere Stabilität.
Warum vielen Frauen das Grenzen setzen so schwerfällt
Grenzen haben viel mit unserer Geschichte zu tun.
Viele Frauen haben gelernt:
Rücksicht zu nehmen
Erwartungen zu erfüllen
niemanden zu belasten
Harmonie zu bewahren
sich eher anzupassen als abzugrenzen
Diese Muster wirken im Alltag weiter – gerade dann, wenn Stress und Erschöpfung auftreten.
Hinzu kommt die innere Stimme, die sagt:
„Sei dankbar.“
„Reiß dich zusammen.“
„Andere schaffen das auch.“
„Stell dich nicht so an.“
Diese Sätze sind mächtig. Und sie verhindern oft, dass Frauen ihre eigenen Bedürfnisse ernst nehmen.
Woran Sie erkennen, dass Ihre Grenze erreicht ist
Viele Frauen spüren ihre Grenzen erst, wenn der Körper reagiert:
Sie werden gereizt, ohne zu wissen warum.
Sie fühlen sich ausgelaugt und leer.
Sie reagieren empfindlicher als sonst.
Sie haben das Gefühl, atemlos zu funktionieren.
Sie merken, dass kleine Anforderungen zu viel sind.
Grenzen kündigen sich an – subtil, leise, körperlich.
Und genau dort beginnt Selbstfürsorge: beim Wahrnehmen.
Wie Sie Grenzen setzen, ohne schlechtes Gewissen
Grenzen zu setzen bedeutet nicht, andere vor den Kopf zu stoßen.
Es bedeutet, sich selbst ernst zu nehmen.
Mit Klarheit, aber ohne Härte.
Mit Respekt, aber auch mit innerer Klarheit.
Benennen Sie Ihr Bedürfnis – nicht die Schuld des anderen
Statt: „Du verlangst zu viel von mir.“
Besser: „Ich brauche heute Ruhe, deshalb kann ich mich nicht darum kümmern.“
Das nimmt die Schärfe und schafft Verständlichkeit.
Üben Sie kurze, klare Sätze
Ein Nein darf schlicht sein.
„Nein, das passt für mich heute nicht.“
„Ich kann das gerade nicht übernehmen.“
„Ich brauche einen Moment für mich.“
Klarheit ist keine Unfreundlichkeit.
Halten Sie die Entscheidung aus
Das schlechte Gewissen gehört am Anfang dazu.
Es ist ein Zeichen dafür, dass Sie etwas Neues lernen – nicht dafür, dass Sie etwas falsch machen.
Atmen Sie, bevor Sie reagieren
Der erste Impuls ist oft ein automatisches Ja.
Ein kurzer Atemzug schafft den Moment, in dem Sie wählen können.
Denken Sie an die Wirkung Ihres Neins
Jedes Nein zu etwas Äußerem ist ein Ja zu Ihnen: zu Ihrem Körper, zu Ihrer Zeit, zu Ihrer Kraft.
Was passiert, wenn Frauen Grenzen setzen
Etwas Kostbares:
Sie gewinnen wieder Raum.
Sie spüren sich selbst deutlicher.
Sie werden innerlich ruhiger.
Sie werden authentischer.
Viele Frauen im Coaching berichten, dass ihre Beziehungen dadurch sogar klarer und liebevoller werden.
Denn Grenzen schaffen kein Abstand – sie schaffen Echtheit.
Grenzen sind ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche
Sie müssen nicht alles schaffen.
Sie müssen nicht für jede Stimmung, jeden Konflikt, jede Aufgabe zur Verfügung stehen.
Sie dürfen wählen.
Sie dürfen sich schützen.
Sie dürfen Nein sagen – einfach weil Sie ein Mensch sind, der Bedürfnisse hat.
Wenn es in Ihrem Leben zu laut wird, ist das nicht Ihr Versagen.
Es ist ein Hinweis, dass etwas Raum braucht: Sie selbst.
Wenn Sie sich in diesen Zeilen wiedererkennen, buchen Sie jetzt ein Kennenlerngespräch - für mehr Selbstmitgefühl, innere Ruhe und Stärke.
Herzliche Grüße
Melanie Lück






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