Warum Sie nicht für alles verantwortlich sind – und wie sich das endlich leichter anfühlen darf
- lueck-coaching
- 8. Feb.
- 3 Min. Lesezeit

Viele Frauen tragen mehr, als nach außen sichtbar ist. Sie organisieren, koordinieren, denken voraus, halten zusammen. Sie fühlen sich verantwortlich – für das Funktionieren des Alltags, für das emotionale Gleichgewicht anderer, für Lösungen, noch bevor jemand ein Problem ausgesprochen hat. Oft geschieht das ganz selbstverständlich. Und doch wird genau diese innere Last auf Dauer zu einer großen Quelle von Erschöpfung.
Die unsichtbare Last, die Sie täglich tragen
Verantwortung zeigt sich nicht nur in Aufgaben. Sie zeigt sich im Mitdenken, im Vorausplanen, im innerlich Wachbleiben. Wer kümmert sich um Termine? Wer denkt daran, was noch erledigt werden muss? Wer spürt Spannungen, bevor sie offen ausgesprochen werden?
Gerade Frauen im Spagat zwischen Beruf, Familie und eigenen Ansprüchen kennen diese Form der dauerhaften inneren Aktivität. In Ludwigshafen und der Rhein-Neckar-Region berichten viele Frauen von einem Alltag, der kaum echte Pausen zulässt. Selbst in ruhigen Momenten läuft innerlich eine To-do-Liste weiter.
Diese mentale und emotionale Verantwortung bleibt oft unbemerkt – wird aber täglich getragen.
Warum Loslassen so schwerfällt
Viele Frauen verwechseln Verantwortung mit Kontrolle. Dahinter steckt häufig die Sorge, dass etwas schiefgeht, wenn sie nicht aufmerksam bleiben. Oder dass andere enttäuscht sind, wenn sie sich zurücknehmen.
Typische innere Gedanken sind:
„Wenn ich mich nicht kümmere, macht es niemand.“
„Ich darf nicht nachlassen.“
„Ich muss den Überblick behalten.“
Diese Überzeugungen sind selten bewusst gewählt. Sie entstehen oft aus früheren Erfahrungen, aus Rollenbildern oder aus dem Wunsch nach Sicherheit.
Verantwortung ist nicht gleich Überforderung
Verantwortung zu übernehmen ist nicht grundsätzlich problematisch. Schwieriger wird es, wenn sie dauerhaft über die eigenen Kräfte hinausgeht. Dann entsteht Überforderung – emotional, mental und oft auch körperlich.
Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Frage:
Fühle ich mich durch meine Verantwortung verbunden – oder erschöpft?
Wenn Verantwortung überwiegend mit Druck, innerer Anspannung oder Schuldgefühlen verbunden ist, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Die Folgen dauerhafter Überverantwortung
Wer zu viel Verantwortung trägt, verliert oft den Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen. Pausen werden verschoben, Gefühle unterdrückt, Erschöpfung relativiert. Auf Dauer kann sich das zeigen durch:
innere Unruhe
Reizbarkeit
emotionale Distanz
das Gefühl, „alles allein tragen zu müssen“
Viele Frauen funktionieren lange weiter – bis der Körper oder die Psyche deutliche Signale senden.
Loslassen beginnt nicht im Außen
Oft versuchen Frauen, ihre Situation durch äußere Veränderungen zu verbessern: weniger Aufgaben, bessere Organisation, klare Absprachen. All das kann hilfreich sein. Doch echtes Loslassen beginnt meist im Inneren.
Es beginnt mit der Erlaubnis:
nicht alles im Blick behalten zu müssen
nicht für jede Stimmung verantwortlich zu sein
nicht immer die Starke zu sein
Diese innere Erlaubnis ist für viele ungewohnt – und dennoch entlastend.
Kleine Schritte in Richtung Entlastung
Loslassen bedeutet nicht, alles fallen zu lassen. Es bedeutet, bewusster zu wählen. Kleine Schritte können sein:
Verantwortung klar zu benennen: Was ist wirklich meins?
Pausen nicht zu rechtfertigen
Aufgaben bewusst abzugeben oder liegen zu lassen
eigene Grenzen ernst zu nehmen
Schon diese kleinen Veränderungen können spürbar entlasten.
Warum Schuldgefühle dazugehören dürfen
Wenn Sie beginnen, Verantwortung abzugeben, können Schuldgefühle auftauchen. Diese Gefühle sind kein Zeichen von Egoismus. Sie zeigen, dass Sie alte Muster verlassen. Ihr inneres System lernt etwas Neues.
Schuldgefühle dürfen da sein, ohne dass sie Ihr Handeln bestimmen müssen.
Sie dürfen es leichter haben
Sie sind nicht dafür verantwortlich, alles zusammenzuhalten. Sie dürfen entlasten, abgeben, innehalten. Verantwortung darf getragen werden – aber nicht auf Kosten Ihrer Gesundheit und inneren Stabilität.
Sich selbst zu entlasten bedeutet nicht, andere im Stich zu lassen. Es bedeutet, sich selbst ernst zu nehmen.
Wenn Sie spüren, dass Sie zu viel tragen und nicht wissen, wie Sie aus dieser inneren Dauerverantwortung herausfinden sollen, kann professionelle Begleitung helfen. In einem geschützten Coaching-Rahmen dürfen Sie sortieren, loslassen und wieder mehr Leichtigkeit entwickeln.
Ein Kennenlerngespräch kann ein erster Schritt sein.
Herzliche Grüße
Melanie Lück




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